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Bye Bye Ebay!

Ich bin bereits seit einigen Jahren eher sporadischer Nutzer der EBay-Auktionsplattform. In letzter Zeit habe ich diese als Verkäufer häufiger genutzt und festgestellt, dass man als privater Verkäufer viel Ärger und Scherereien haben kann und nicht zu Letzt viel Zeit mit der Klärung fremdverursachter Probleme aufwenden muss. Hinzu kommt eine inzwischen horrende Gebühr in Höhe von 10% des erzielten Verkaufspreises und ein zwar freundlicher Service, der einen jedoch – so der Eindruck – am Ende mit den Problemen – eigentlich auch Problemen der Plattform selbst – alleine lässt.

Von Anfang an: Ich bin fast seit zehn Jahren EBay-Nutzer und habe die Plattform zu Beginn vor allem als Käufer genutzt. Irgendwann habe ich festgestellt, dass man auf EBay viele Dinge, die man selbst vielleicht eher entsorgt hätte, noch für gutes Geld loswerden konnte: Ein überfahrenes Samsung Galaxy S2 meiner Partnerin – Display zerbröselt, Rest aber intakt, eine Playstation mit defektem Blu-Ray-Laufwerk, einen Jura-Kaffeevollautomaten der aus meiner Sicht irreparabel defekt war (zum Ausschlachten). Mir gefiel die Idee, dass sich auf EBay Leute herumtrieben, die mit technischem Know-How mit dem „Schrott der anderen“ noch etwas sinnvolles anzufangen wussten. Weil ich darauf bedacht bin, einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, fand ich das eine nette Idee: Ein hochwertiges Gerät ist defekt? Mal schauen, ob es jemanden gibt, der damit noch etwas anzufangen weiß. (mehr …)

Wir können ja eh nichts tun. Ich schon.

Das Sommerloch ist inzwischen glücklicherweise vorüber. Die Junta um Söder, Dobrindt und Seehofer hatte den Untergang der CSU, wie wir sie kennen, eingeleitet, und auch jetzt ist es nur wenig besser. Nachdem Streit ist vor dem Streit, die Causa Maaßen ist (noch nicht ganz?) abgeschlossen und die Rechten toben (teils in tiefer Trauer) durch die Städte in Ostdeutschlands. Das Ende ist nahe nicht nur politisch von der Stimmung her, auch klimatechnisch gesehen. So können wir feststellen, dass der Planet hoffnungslos verloren ist – denn was sollen wir armen Bürger schon tun? Wir machen eben so gerne Fernreisen und Kreuzfahrten und unter einem 2-Tonnen-SUV kommt uns nichts in die Garage. So sind wir halt, dass ist unsere Schuld, aber was soll man machen (man stelle sich an diesem Punkt das schulterzuckende Männchen/Weibchen-Emoji vor).

Vor einiger Zeit las ich einen Kommentar in der SZ Online, der mir in meinen Twitterfeed gespült worden war. Schaut man sich an, was unter dem Hashtag #Klimawandel bei Twitter so gepostet wird, so könnte man den Eindruck gewinnen, dass sich inzwischen bereits Wissen diesbezüglich verbreitet hat. Klimawandel passte thematisch gut ins Sommerloch, war der Sommer doch dieses Jahr ganz besonders heiß (auch wenn es vorrausichtlich kein Rekordsommer bezogen auf die Hitze wird) und trocken. (mehr …)

Randnotiz: Zurück aus dem Urlaub…

3 Wochen Erholung „am Busen der Natur“ mit nur wenig Netzabdeckung und geringerem Smartphone- und Laptopeinsatz gehen auch irgendwann vorbei. Einige Themen brennen mir zwar bereits unter den Nägeln, aber es wird sicherlich noch ein wenig Zeit vergehen… Ich muss mich erst wieder richtig an das Internet gewöhnen 😉

Das Ende der Menschlichkeit

Nachdem die letzten Wochen geprägt waren von einem absurden Politzirkus, inszeniert vom CSU-Trio Seehofer, Söder und Dobrindt, der sich immer schneller drehte wie ein außer Kontrolle geratenes Jahrmarktskarussell (im Hintergrund Missklänge aus der kaputten Drehorgel – wahlweise Söder oder Dobrindt). Nun will Seehofer gerne die Mittelmeerroute schließen unterstützt durch Österreichs Bundeskanzler kurz, der Kapitän eines Rettungsschiffs muss sich vor Gericht verantworten und in „Der Zeit“ diskutiert man offenbar über das Für und Wider der Seenotrettung. das kommt der Logik einiger Twittertrolle doch entgegen, die lauthals die Meinung vertreten, dass erst die Seenotrettung dafür sorgen würde, dass immer mehr Menschen sich auf den Weg übers Meer machen würden. Man würde die Schlepper geradezu „ermutigen“. Man diskutiert mit zunehmendem Ernst darüber, ob man Menschen nun besser ertrinken lassen soll oder nicht – das würde sie dann schon lehren, in unser schönes Europa einzufallen.

„Oder soll man es lassen?“ lautete die Überschrift eines Artikels der Zeit in der letzten Woche. Der Beitrag, der zunächst hinter einer Bezahlschranke abgelegt war (mittlerweile allgemein zugängig) sorgte nach seinem Erscheinen für einen – gelinde ausgedrückt – mächtigen Wirbel. Liest man den Artikel, so erscheint dieser – zumindest die erste Strecke (die Frau Lobenstein verfasst hat) – als eine recht nüchtern-sachliche Wasserstandsanalyse. Ein erster Satz, der ins Auge fällt ist dieser: „Ihr Verständnis von Menschenrechten ist absolut kompromisslos.  (bezogen auf die Retter, Anmerkung d. Artikelschreibers)“ Dieses „Verständnis“ wird leider nicht weiter erläutert – was ja durchaus interessant sein könnte, denn es scheint der Autorin Mariam Lau von der Zeit nicht um Kompromisse bei den Menschenrechten sondern um Kompromisse hinsichtlich des Verständnisses der Seenotretter was die Menschenrechte angeht zu gehen (ein kleiner, aber feiner Unterschied!). Es kann ja Frau Lau nicht ernsthaft darum gehen, bei Menschenrechten doch Kompromisse einzugehen? Hoffen wir es nicht. (mehr …)

Fakes, Hoaxes und Co. – Wie man das Verteilen von Unfug vermeidet

Mir fällt immer wieder insbesondere in sozialen Netzwerken auf, dass wahnsinnig viel hahnebüchener Unsinn verbreitet wird. Vieles wird schnell viral, und ehe man es sich versieht, ist der Quark aus dem Becher in den Äther und einmal um die halbe Welt gelaufen. Dabei sind es eigentlich nicht nur primär dumme Menschen, die scheinbar ohne Reflexion den „Teilen“-Button betätigen und Inhalte verbreiten, die sich bei genauerer Betrachtung als Unfug entpuppen. Ein kleiner Ratgeber an dieser Stelle.

Vorneweg: Auch ein Übermaß geteilter Katzenbilder kann Unfug sein, genauso wie ganz besonders lustige Memes oder animierte GIFs. Aber diese Form von Unfug ist hier nicht gemeint. Und: Auch mir ist es bereits passiert, dass ich Inhalte geteilt habe, die sich hinterher als Quatsch entpuppt haben. Man wird es vermutlich nie vollständig verhindern können, dass sich Dinge im Netz verbreiten, die sich bei näherer Betrachtung als falsch erweisen – auch, weil es kaum immer möglich sein wird, dass die zur Entlarvung notwendigen Informationen rechtzeitig zur Verfügung stehen. (mehr …)

Datenschutz: Jetzt mit DSGVO

Wie an verschiedenen Stellen auf meiner Website nachzulesen, liegt mir der Datenschutz am Herzen, weshalb ich auf Tracking jeglicher Art verzichte und Plugins, die sich en masse für WordPress finden, nur sehr bedacht und sparsam einsetze. Nachdem ich mich nun ein wenig eingelesen habe, habe ich festgestellt, dass ich selbst dann nicht um eine umfangreichere DSGVO-Datenschutzerklärung herumkomme, biete ich doch eine Kommentarfunktion an, habe meine Seiten bei einem externen Hosting-Anbieter und verwende zu allem Übel auch noch Google-Fonts. Daher findet sich jetzt hier meine brandneue Datenschutzerklärung. (mehr …)

Existenz gesichert? – Hartz IV kompakt

Hartz IV war lange Zeit medial kein sonderlich großes Thema, allenfalls wenn es darum ging, Leistungsbetrug, Schmarotzertum oder die Faulheit der Leistungbezieher auszuleuchten, waren bestimmte Medien – ganz besonders auch jenes mit den ganz großen Buchstaben und Bildern – recht flott dabei, entsprechende Artikel zu verfassen. Man tritt ja gerne nach unten. Offenbar zusammenhängend mit dem Fall der Essener Tafel begann eine Diskussion über die Leistungen in Verbindung mit dem ALG II und ob man denn davon überhaupt menschenwürdig Leben kann. Hier kompakt dargestellt die Leistung selbst, deren Herkunft, Zusammensetzung und Geschichte – und eine Bewertung.

In einem anderen Beitrag habe ich bereits eine Übersicht zu den existenzsichernden Leistungen in Deutschland allgemein zusammengestellt. Hier geht es nun um das Arbeitslosengeld II, dass der Volksmund gerne als Hartz IV bezeichnet: Denke ich an Hartz IV, muss ich vor allem an auschweifende Orgien in Luxushotels mit Schampus und Prostitutierten denken, die damals auch über den „Schreibtisch“ von Peter Hartz (die sogenannte „VW-Korruptionsaffäre“, siehe z.B. die FAZ vom 30.09.2005, das manager magazin vom 17.01.2007 oder Spiegel Online vom 25.01.2007), einst Personalvorstand bei Volkswagen, liefen und die so einen krassen Gegensatz zur Schröder’schen Agenda darstellen. (mehr …)

Wenn der Hero verschwunden ist…

Internet Explorer und Edge Besucher, aufgemerkt!

Da ich leider weder den Internet Explorer noch dessen Nachfolger Edge verwende und auch nicht für diese optimiert habe, fiel mir dieser kleine Fehler auf der Seite eher zufällig auf: Bei der letzten Zoomstufe meines Responsive Designs wird das große, fixierte Pageheaderbild unter den Microsoft-Browsern nicht angezeigt. Bei Gelegenheit werde ich das reparieren, aktuell stelle ich aber gerade noch Content fertig, und Content ist King – insbesondere wenn es nur um eine kleine Anpassung für IE und Co. geht.

Soziale Berufe – gewachsen wenig Anerkennung

Ich erinnere mich noch, als ich vor über zwanzig Jahren eine schwere schulische Krise zu überstehen hatte und damals mit dem Gedanken spielte, die Schule vorzeitig – „nur“ mit einem Realschulabschluss – zu beenden und eine berufliche Laufbahn als Erzieher einzuschlagen. Es waren die frühen 90er Jahre des letzten Jahrhunderts und die brave Schwesternschaft, bei der ich meine Ausbildung hätte machen können, hätte mich, wie man so schön sagt, mit Handkuss genommen: Einen Mann – etwas ganz Besonderes im Bereich der Kindererziehung zum damaligen Zeitpunkt. Andere Stimmen überzeugten mich jedoch, mein Abitur doch zu machen: Ein Mann muss eine Familie ernähren können. Erzieher geht da nun wirklich nicht. Richtige Männer werden Ingenieure oder Wirtschaftskapitäne.

Mittlerweile habe auch ich das Trauma Abitur bereits seit zwei Jahrzehnten hinter mir gelassen. Und inzwischen habe ich auch einen sozialen Beruf ergriffen, soziale Arbeit an einer dualen Hochschule studiert und einen Mastergrad in angewandter Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen erworben. Ich war in der heilpädagogischen Förderung tätig, leitete eine geschlossene Wohngruppe, schnupperte in den gerontopsychiatrischen Bereich hinein und hatte, wenn ich von meiner jetzigen Position aus auf die letzten Jahre zurückblicke,  die meisten meiner Berufsjahre im Schichtbetrieb erledigt. Die Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, waren überwiegend Frauen (und sind es immer noch) und die Bezahlung war immer durch die Bank weg schlecht – verglichen mit dem, was in der freien Wirtschaft verdient wurde. Während die Boni meiner Bekannten in der Privatwirtschaft hoch und vierstellig sind, ist meine „Leistungszulage“ nach dem TVÖD niedrig und dreistellig. Ein inzwischen verstorbener, lieber Kommilitone, der bei einem Pharmaunternehmen tätig war, fragte mich einmal, warum man sich so etwas im sozialen Bereich überhaupt gefallen lassen würde – er würde jedenfalls für ein derartiges Gehalt nicht arbeiten wollen. Ich zuckte nur mit den Schultern.

Um zu verstehen, warum soziale Arbeit – und das schließt Pflege und Erziehung mit ein – einen recht schweren Stand hat und von der Akzeptanz her so weit unter anderen Dienstleistungs- und Produktionsberufen steht muss man vorn anfangen – ganz vorn. (mehr …)

Es geht aufwärts? „Konzertierte Aktion Pflege“ und mehr…

Noch steht keine neue Regierung und die Wirren in den Reihen der Führung der SPD lassen momentan nichts allzu Gutes erahnen. Vielleicht scheitert auch eine Weiterführung der Großen Koalition mit CDU/CSU nun doch noch und es gibt am Ende eine Minderheitsregierung? Wie es auch immer ausgehen mag: Die Ideen zur Verbesserung der Pflege, wie sie der Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen SPD und Union darlegt, sind es wert, genauer betrachtet zu werden. Könnten diese wirksam werden und vor allem: Reichen diese auch für eine sichere Pflege in der Zukunft und packen die Probleme der Pflege an ihren Wurzeln?

Wenn es denn eine Fortsetzung der großen Koalition geben wird, so steht schon jetzt fest, dass die Koalitionäre womöglich Großtaten vorhaben, was den Bereich der Pflege angeht. Der Entwurf des Koalitionsvertrags stellt wörtlich fest: „Eine gute und verlässliche Pflege ist für immer mehr Betroffene und ihre Angehörigen von zentraler Bedeutung. (pdf)“ Da mag man nun tatsächlich nicken – mit dieser Aussage haben sie recht, die angehenden Koalitionäre. Kaum war der Entwurf des Vertrages an die Öffentlichkeit gelangt, so hat man sich recht schnell auf die darin genannte Zahl – 8000 – eingeschossen, die für die Anzahl der Fachkraftstellen in der Pflege steht, die eine große Koalition in einem „Sofortprogramm“ schaffen will: „Warum 8000 neue Stellen in der Pflege zu wenig sind“ titelt die Augsburger Allgemeine, „Die angekündigten 8000 neuen Stellen in der Pflege dürften nur ein Einstieg sein. Mittelfristig würden rund 100.000 zusätzliche Pflegekräfte gebraucht,“ schreibt der Tagesspiegel und zitiert den Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, phrasenhaft und unsäglich: „Eine menschenwürdige Pflege für alle ist nicht zum Nulltarif zu haben.“ Als ob das etwas Neues wäre. Es ist zu vermuten, dass das inzwischen auch bis zu den zuständigen Politikern durchgedrungen ist. (mehr …)