April 2019
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Ausbeutung: Jetzt auch noch die Kinder!

Es ist noch nicht lange her das Amnesty International den Bericht „Time to recharge“ veröffentlichte, in der auf über 100 Seiten die Zustände in den Minen des Kongo beleuchtet werden. Offenbar hatte Amnesty bereits vor zwei Jahren auf die miserablen Zustände im Kongo bei der Förderung von Kobalt hingewiesen und bereits damals großen Unternehmen vorgeworfen, Kinderarbeit in Kauf zu nehmen. Weltweit werden für die Produktion von Gütern jedoch fast überall irgendwo in den Lieferketten unfaire Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Ausbeutung und Sklavenarbeit in Kauf genommen – seit vielen Jahren, ungeachtet dessen, dass Informationen hierzu eigentlich leicht zugängig sind. Nur zu passieren scheint: rein gar nichts.

Der Bericht „Time to recharge“ von Amnesty International wurde von den Medien intensiv aufgegriffen: So titelt Heise Online am 15.11.2017: „Amnesty: Microsoft, Apple, Samsung und Autohersteller nicht entschlossen gegen Kinderarbeit im Kongo“ oder die Zeit Online am selben Tag mit: „Amnesty wirft Autoherstellern Förderung von Kinderarbeit vor“. Von mir nun in der Überschrift etwas reißerisch formuliert, möchte ich in diesem Beitrag nochmals umreißen, dass Kinderarbeit im Grunde nur die Spitze eines Eisbergs darstellt, dessen gewaltige Ausmaße vor allem der voranschreitenden Globalisierung und dem, was man allgemein formuliert gerne als den „westlichen Lebensstil“ bezeichnet, geschuldet sind. Beginnen wir aber mit der Kinderarbeit. (mehr …)