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Wir können ja eh nichts tun. Ich schon.

Das Sommerloch ist inzwischen glücklicherweise vorüber. Die Junta um Söder, Dobrindt und Seehofer hatte den Untergang der CSU, wie wir sie kennen, eingeleitet, und auch jetzt ist es nur wenig besser. Nachdem Streit ist vor dem Streit, die Causa Maaßen ist (noch nicht ganz?) abgeschlossen und die Rechten toben (teils in tiefer Trauer) durch die Städte in Ostdeutschlands. Das Ende ist nahe nicht nur politisch von der Stimmung her, auch klimatechnisch gesehen. So können wir feststellen, dass der Planet hoffnungslos verloren ist – denn was sollen wir armen Bürger schon tun? Wir machen eben so gerne Fernreisen und Kreuzfahrten und unter einem 2-Tonnen-SUV kommt uns nichts in die Garage. So sind wir halt, dass ist unsere Schuld, aber was soll man machen (man stelle sich an diesem Punkt das schulterzuckende Männchen/Weibchen-Emoji vor).

Vor einiger Zeit las ich einen Kommentar in der SZ Online, der mir in meinen Twitterfeed gespült worden war. Schaut man sich an, was unter dem Hashtag #Klimawandel bei Twitter so gepostet wird, so könnte man den Eindruck gewinnen, dass sich inzwischen bereits Wissen diesbezüglich verbreitet hat. Klimawandel passte thematisch gut ins Sommerloch, war der Sommer doch dieses Jahr ganz besonders heiß (auch wenn es vorrausichtlich kein Rekordsommer bezogen auf die Hitze wird) und trocken. (mehr …)

Glyphosat kompakt

Die Verlängerung des Breitbandherbizides Glyphosat war lange Zeit umstritten. Ende November stimmte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) bei der Abstimmung bezüglich der Verlängerung der Lizenz in einem Alleingang für die weitere Zulassung von Glyphosat für weitere 5 Jahre in der EU. Kompakte Informationen über einen umstrittenen Stoff und dessen Geschichte.

Glyphosat wird in der Landwirtschaft wie auch in Privathaushalten eingesetzt und dient als Herbizid der Vernichtung von Unkraut. Bevor die Verlängerung in der EU beschlossen wurde, gab es viel Widerstand in der Zivilgesellschaft gegen die Verwendung jener chemischen Verbindung. Glyphosat sei gilt als krebserregend, manche schieben ihm die Schuld am Insektensterben unter. Vor der Neuzulassung des Mittels liefen über die sozialen Medien, Campact und Co. viele Kampagnen um eine Verlängerung der Zulassung zu verhindern. Jetzt, nachdem Minister Schmidt ohne Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium seine Entscheidung gefällt hat, wollen die Grünen ein möglichst zügiges Verbot des Einsatzes von Glyphosat in Deutschland, um die Entscheidung des Landwirtschaftsministeriums zumindest auf nationaler Ebene zu konterkarieren. Aber was genau ist Glyphosat und was macht es so populär? Welche Gefahren gehen von dem Herbizid aus? Eine kompakte Darstellung. (mehr …)

Ausbeutung: Jetzt auch noch die Kinder!

Es ist noch nicht lange her das Amnesty International den Bericht „Time to recharge“ veröffentlichte, in der auf über 100 Seiten die Zustände in den Minen des Kongo beleuchtet werden. Offenbar hatte Amnesty bereits vor zwei Jahren auf die miserablen Zustände im Kongo bei der Förderung von Kobalt hingewiesen und bereits damals großen Unternehmen vorgeworfen, Kinderarbeit in Kauf zu nehmen. Weltweit werden für die Produktion von Gütern jedoch fast überall irgendwo in den Lieferketten unfaire Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Ausbeutung und Sklavenarbeit in Kauf genommen – seit vielen Jahren, ungeachtet dessen, dass Informationen hierzu eigentlich leicht zugängig sind. Nur zu passieren scheint: rein gar nichts.

Der Bericht „Time to recharge“ von Amnesty International wurde von den Medien intensiv aufgegriffen: So titelt Heise Online am 15.11.2017: „Amnesty: Microsoft, Apple, Samsung und Autohersteller nicht entschlossen gegen Kinderarbeit im Kongo“ oder die Zeit Online am selben Tag mit: „Amnesty wirft Autoherstellern Förderung von Kinderarbeit vor“. Von mir nun in der Überschrift etwas reißerisch formuliert, möchte ich in diesem Beitrag nochmals umreißen, dass Kinderarbeit im Grunde nur die Spitze eines Eisbergs darstellt, dessen gewaltige Ausmaße vor allem der voranschreitenden Globalisierung und dem, was man allgemein formuliert gerne als den „westlichen Lebensstil“ bezeichnet, geschuldet sind. Beginnen wir aber mit der Kinderarbeit. (mehr …)

Fairmast – Gibt es faire Geflügelmast?

Vor kurzem habe ich wieder einmal unerwünschte Werbung in Form von einem Stapel Prospekte, der gewaltsam in meinen Briefkasten gestopft wurde, erhalten. In dem beiliegenden Prospekt des Discounters Kaufland fand ich ein Angebot unter dem Label „Fairmast“, das Hähnchen aus „schonender Aufzucht“ versprach. Fairness in Bezug auf die Geflügelmast war nun doch etwas ganz Neues – Grund genug, sich damit einmal auseinander zu setzen.

Zunächst begab ich mich auf die Website des Herstellers und wurde dort von einer, nun, eher lebensbejahend gestalteten Landing Page begrüßt. „Fairmast – Geflügel aus tierfreundlicher Aufzucht“ heißt es da und auf einem Reiter oben rechts steht noch: „Gut für die Tiere“. (mehr …)