Februar 2019
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Na denn Prost!

Wir sind endlich angekommen. Das Jahr 2019 ist mit den üblichen Donnerschlägen (für die Einen ist es ein schönes Feuerwerk, für die anderen eine Hommage an die Luftabwehr von London in den 40er Jahren…) eingezogen. Man könnte auch sagen, dass Jahr 2018 ist mit Getöse untergegangen, was vielleicht auch ganz gut so ist. Sicherlich werden die nächsten Tage noch von Restrospektiven auf das vergangene Jahr gezeichnet sein, weshalb ich mich an dieser Stelle kurz fassen werde.

Was wichtig gewesen sein könnte…

Groko im Blindflug

Auch wenn Martin Schulz zu Anfang nicht dafür angetreten war und auch ich persönlich viel Hoffnung hatte, dass es dieses Mal keine große Koalition geben wird: Am Ende ist es dann doch passiert – und kostete Herrn Schulz schließlich seine Ämter. Der Schulz-Zug war schneller abgefahren als ein ICE mit defekten Bremsen bei der Deutschen Bahn. Eingestellt auf eine weitere Legislaturperiode „Weiter so!“ sorgte dann vor allem Horst Seehofer für Chaos und Zerstörung: Rücktritt vom Rücktritt und ein pubertäres Opponieren wegen des Opponierens selbst gegen Angela Merkel sorgte dafür, dass die noch fast frische Koalition knapp vor dem Auseinanderbrechen stand. Aber eben nur knapp. (mehr …)

Bye Bye Ebay!

Ich bin bereits seit einigen Jahren eher sporadischer Nutzer der EBay-Auktionsplattform. In letzter Zeit habe ich diese als Verkäufer häufiger genutzt und festgestellt, dass man als privater Verkäufer viel Ärger und Scherereien haben kann und nicht zu Letzt viel Zeit mit der Klärung fremdverursachter Probleme aufwenden muss. Hinzu kommt eine inzwischen horrende Gebühr in Höhe von 10% des erzielten Verkaufspreises und ein zwar freundlicher Service, der einen jedoch – so der Eindruck – am Ende mit den Problemen – eigentlich auch Problemen der Plattform selbst – alleine lässt.

Von Anfang an: Ich bin fast seit zehn Jahren EBay-Nutzer und habe die Plattform zu Beginn vor allem als Käufer genutzt. Irgendwann habe ich festgestellt, dass man auf EBay viele Dinge, die man selbst vielleicht eher entsorgt hätte, noch für gutes Geld loswerden konnte: Ein überfahrenes Samsung Galaxy S2 meiner Partnerin – Display zerbröselt, Rest aber intakt, eine Playstation mit defektem Blu-Ray-Laufwerk, einen Jura-Kaffeevollautomaten der aus meiner Sicht irreparabel defekt war (zum Ausschlachten). Mir gefiel die Idee, dass sich auf EBay Leute herumtrieben, die mit technischem Know-How mit dem „Schrott der anderen“ noch etwas sinnvolles anzufangen wussten. Weil ich darauf bedacht bin, einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, fand ich das eine nette Idee: Ein hochwertiges Gerät ist defekt? Mal schauen, ob es jemanden gibt, der damit noch etwas anzufangen weiß. (mehr …)

Das Ende der Menschlichkeit

Nachdem die letzten Wochen geprägt waren von einem absurden Politzirkus, inszeniert vom CSU-Trio Seehofer, Söder und Dobrindt, der sich immer schneller drehte wie ein außer Kontrolle geratenes Jahrmarktskarussell (im Hintergrund Missklänge aus der kaputten Drehorgel – wahlweise Söder oder Dobrindt). Nun will Seehofer gerne die Mittelmeerroute schließen unterstützt durch Österreichs Bundeskanzler kurz, der Kapitän eines Rettungsschiffs muss sich vor Gericht verantworten und in „Der Zeit“ diskutiert man offenbar über das Für und Wider der Seenotrettung. das kommt der Logik einiger Twittertrolle doch entgegen, die lauthals die Meinung vertreten, dass erst die Seenotrettung dafür sorgen würde, dass immer mehr Menschen sich auf den Weg übers Meer machen würden. Man würde die Schlepper geradezu „ermutigen“. Man diskutiert mit zunehmendem Ernst darüber, ob man Menschen nun besser ertrinken lassen soll oder nicht – das würde sie dann schon lehren, in unser schönes Europa einzufallen.

„Oder soll man es lassen?“ lautete die Überschrift eines Artikels der Zeit in der letzten Woche. Der Beitrag, der zunächst hinter einer Bezahlschranke abgelegt war (mittlerweile allgemein zugängig) sorgte nach seinem Erscheinen für einen – gelinde ausgedrückt – mächtigen Wirbel. Liest man den Artikel, so erscheint dieser – zumindest die erste Strecke (die Frau Lobenstein verfasst hat) – als eine recht nüchtern-sachliche Wasserstandsanalyse. Ein erster Satz, der ins Auge fällt ist dieser: „Ihr Verständnis von Menschenrechten ist absolut kompromisslos.  (bezogen auf die Retter, Anmerkung d. Artikelschreibers)“ Dieses „Verständnis“ wird leider nicht weiter erläutert – was ja durchaus interessant sein könnte, denn es scheint der Autorin Mariam Lau von der Zeit nicht um Kompromisse bei den Menschenrechten sondern um Kompromisse hinsichtlich des Verständnisses der Seenotretter was die Menschenrechte angeht zu gehen (ein kleiner, aber feiner Unterschied!). Es kann ja Frau Lau nicht ernsthaft darum gehen, bei Menschenrechten doch Kompromisse einzugehen? Hoffen wir es nicht. (mehr …)

Fakes, Hoaxes und Co. – Wie man das Verteilen von Unfug vermeidet

Mir fällt immer wieder insbesondere in sozialen Netzwerken auf, dass wahnsinnig viel hahnebüchener Unsinn verbreitet wird. Vieles wird schnell viral, und ehe man es sich versieht, ist der Quark aus dem Becher in den Äther und einmal um die halbe Welt gelaufen. Dabei sind es eigentlich nicht nur primär dumme Menschen, die scheinbar ohne Reflexion den „Teilen“-Button betätigen und Inhalte verbreiten, die sich bei genauerer Betrachtung als Unfug entpuppen. Ein kleiner Ratgeber an dieser Stelle.

Vorneweg: Auch ein Übermaß geteilter Katzenbilder kann Unfug sein, genauso wie ganz besonders lustige Memes oder animierte GIFs. Aber diese Form von Unfug ist hier nicht gemeint. Und: Auch mir ist es bereits passiert, dass ich Inhalte geteilt habe, die sich hinterher als Quatsch entpuppt haben. Man wird es vermutlich nie vollständig verhindern können, dass sich Dinge im Netz verbreiten, die sich bei näherer Betrachtung als falsch erweisen – auch, weil es kaum immer möglich sein wird, dass die zur Entlarvung notwendigen Informationen rechtzeitig zur Verfügung stehen. (mehr …)